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Heute wollen wir kurz auf Funktionsanalyse und Schienentherapien eingehen. Außerdem gibt es Neuerungen auf unserem Portal und neue Tarife der DKV.

  • Frage einer Praxis aus Berlin: Erstatten Zahntarife auch funktionsanalytische Maßnahmen, die nicht in direktem Zusammenhang mit Zahnersatz durchgeführt werden?
  • Zum 01.10.2019 führt DKV einen verbesserten Tarif für Zahnersatz und einen neuen Tarif für zahnerhaltende Maßnahmen und KfO für Kinder ein
  • Das gibt es nur bei todentta: geführter Vergleich, damit Patienten die individuell passende Zahnzusatzversicherung finden

Natürlich können Sie uns auch weiterhin Fragen stellen oder Themen rund um Zahnzusatzversicherungen nennen. Wir greifen Ihre Wünsche und Fragen gerne auf.

Wir wünschen Ihnen einen bunten Herbst
Herzliche Grüße
Gabriele Bengel und das todentta-Team
Experten für Zahnzusatzversicherungen

Nachgefragt:

Erstatten Zahntarife auch funktionsanalytische Maßnahmen, die nicht in direktem Zusammenhang mit Zahnersatz durchgeführt werden?

Ja, da gibt es etliche Zahntarife dafür.  Wir möchten Ihnen bei dieser Gelegenheit kurz alle Infos zur Verfügung stellen.

  1. Funktionsanalyse (FA) bei Zahnersatz: viele Tarife erstatten die Kosten zum gleichen Prozentsatz, wie auch der Zahnersatz erstattet wird. Es gibt aber auch Einschränkungen: DKV hat im 85%-Tarif bislang FA gar nicht erstattet. Das ändert sich jetzt mit dem neuen Tarif. Advigon leistet für FA nur, wenn mindestens 5 Zähne zeitglich ersetzt werden. Und ARAG schränkt noch weiter ein: FA wird erstattet, wenn in jedem Kiefer mindestens die Hälfte der Zähne sanierungsbedürftig sind und die richtige Schlussbissstellung auf andere Weise nicht feststellbar ist.
  2. FA bei Kiefergelenksproblemen wird z.B. erstattet in den TOP-Tarifen von Union, Württembergische, Bayerische, Janitos, Gothaer und uniVersa. Der Erstattungssatz liegt zwischen 80% und 100%. Aufbissbehelfe und Schienen inkl. Material- und Laborkosten werden ebenfalls erstattet. Spezielle Schienen wie z.B. DROS-Schienen werden bei Württembergische, Bayerische und Gothaer sogar explizit in den Bedingungen als erstattungsfähig aufgeführt.

Die Problematik liegt oft darin, dass sich Ihre Patienten zu spät absichern. Wenn eine „Kassen-Knirscherschiene“ bereits erfolglos im Einsatz war und Ihre Patienten erst Versicherungsschutz suchen, wenn eine Schienentherapie ansteht, dann wird die Leistung abgelehnt, da der Versicherungsfall bereits vor Antragstellung eingetreten war. Die Württembergische, die für FA und Schienentherapien die umfangreichsten Leistungen bietet, fragt im Antrag ausdrücklich nach, ob in den letzten 3 Jahren Untersuchungen wegen Kiefergelenksproblemen (auch Knirscherschiene) stattgefunden haben. Falls ja – wird der Antrag nur mit einem Leistungsausschluss für FA und Schienentherapien angenommen.

DKV – neue Tarife zum 01.10.2019

Der Zahnersatz-Tarif mit 85% Erstattung wird geringfügig  verbessert. Er leistet jetzt auch für FA – aber nur in Zusammenhang mit Zahnersatz.  Und falls die GKV keinen Festzuschuss bezahlt, übernimmt DKV wenigstens 50% der Gesamtkosten (bislang hat sie in diesem Fall gar nichts gezahlt). Füllungen gehören bei DKV zu Zahnersatz. Für dentin-adhäsive Kunststofffüllungen werden aber statt 85% jetzt 100% erstattet.

Beim Zahnbehandlungstarif gibt es mehr Neuerungen: KfO-Leistungen für Kinder werden auf 3000 EUR bei KIG 1 bis 5 erhöht. Zahnprophylaxe /Professionelle Zahnreinigung wird zu 100%, max. 300 EUR pro Jahr erstattet. Und ein Zuschuss für Bleaching wurde aufgenommen: max. 300 EUR innerhalb von 2 Kalenderjahren, sofern das Bleaching unter Aufsicht eines Zahnarztes durchgeführt wird. Der Zahnbehandlungstarif kostet für Erwachsene altersunabhängig 16 EUR/Monat.

Geführter Vergleich – so kommen Patienten sicher zur passenden Zahnzusatzversicherung

Als bislang einziges Vergleichsportal bieten wir den Portalbesuchern an, neben dem normalen Tarifvergleich einen „geführten Vergleich“ aufzurufen. In dieser Erweiterung stellen wir den Portalbesuchern nacheinander genau die Fragen zu den Zähnen, die wichtig sind. Zum Beispiel fragen wir nicht nur nach „fehlenden Zähnen“. Wir fragen auch ab,  ob die fehlenden Zähne ersetzt werden sollen und falls ja – zeitnah oder irgendwann in der Zukunft? Und vor allem: wir begründen in jedem Schritt, weshalb die Frage wichtig ist. Und natürlich begründen wir auch, weshalb am Ende der Eingaben nun gerade diese Zahntarife aufgeführt werden. So kann Ihr Patient alles gut nachvollziehen. Diese Transparenz ist uns wichtig. Selbstverständlich bieten wir weiterhin eine fachlich kompetente telefonische Beratung an.

Probieren Sie es doch einfach mal kurz aus! Sie finden den Button zum Start des geführten Vergleichs auf der Startseite rechts: www.todentta.de

Wer auf seiner eigenen Praxiswebseite verschiedene Links eingebaut hat, kann selbstverständlich auch zu uns direkt verlinken. Dann sind Sie sicher, dass Ihre Patienten weder billigen Strom noch günstige Kredite oder neue Handyverträge angeboten bekommen –  nur einfach leistungsstarke Zahnzusatzversicherungen.

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Außerdem greifen wir die Problematik „fehlende Zähne“ auf:

Frage einer Praxis aus Stuttgart:

  • Wo liegt der Haken beim ERGO-Sofortschutz? Das Unternehmen hat doch nichts zu verschenken.
  • Zahnmediziner und Versicherer verstehen unter „fehlenden Zähnen“ nicht dasselbe.

Natürlich können Sie uns auch weiterhin Fragen stellen oder Themen rund um Zahnzusatzversicherungen nennen. Wir greifen Ihre Wünsche und Fragen gerne auf.


Nachgefragt:
Die ERGO Direkt hat nichts zu verschenken. Wo also liegt der Haken beim ERGO Sofortschutz?

Die Werbung verspricht: „Diese Zahnzusatzversicherung können Sie auch dann noch abschließen, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Wir übernehmen bis zu 100% der Kosten.“ Hier nun die Besonderheiten, die zu beachten sind:

  1. ERGO Direkt zahlt in diesem Tarif nur für Zahnersatzmaßnahmen. Und zwar immer den Betrag, den die Kasse als Festzuschuss bezahlt. Kosten für implantologische Leistungen, Füllungen, Wurzelbehandlungen u.v.m. werden nicht erstattet.
  2. Unter den Versicherungsschutz fallen nur Zahnersatzmaßnahmen, die erstmals geplant werden. Der Heil- und Kostenplan darf bei Vertragsbeginn nicht älter als 6 Monate sein. Beispiel: Antragstellung 18.07.2019, frühester Beginn ist dann 01.08.2019 – eine Rückdatierung ist nicht möglich. Versicherungsschutz besteht in diesem Fall nur, wenn der Heil- und Kostenplan nach dem 01.02.2019 erstmals erstellt wurde.
  3. Bei Vertragsbeginn darf die Behandlung noch nicht abgeschlossen sein.
  4. Der Sofortschutz kostet 33,90 EUR pro Monat. Die Mindestvertragsdauer beträgt 24 Monate. Insgesamt zahlt Ihr Patient also mindestens 813,60 EUR an Beitrag.

Wovon lebt ERGO Direkt? Sie erwirtschaftet ihren Gewinn mit Kunden, die wegen 1 oder 2 Kronen schnell online diesen Tarif abschließen, ohne sich von unabhängigen Fachleuten beraten zu lassen. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass viele Kunden den Tarif lange behalten und gar nicht mehr daran denken, dass er gekündigt werden könnte zugunsten einer vollumfänglichen Zahnzusatzversicherung.

Fazit: bei umfangreichen Zahnersatzmaßnahmen (Festzuschuss > 813 EUR) kann der ERGO-Sofort-Schutz den Patienten, die noch gar keine Zahnzusatzversicherung haben, bei der Finanzierung helfen. Außerdem ist es der einzige Tarif, der Patienten mit mehr als 3 fehlenden Zähnen annimmt und den Ersatz der fehlenden Zähne bezuschusst.

Hinweis: wir haben den ERGO-Sofort-Schutz nicht auf unserem Vergleichsportal – können ihn aber dennoch Ihren Patienten vermitteln, sofern der Abschluss Sinn macht. Wir stehen Ihren Patienten dann auch während der Vertragsdauer als Ansprechpartner zur Verfügung.


Fehlende Zähne: die unterschiedliche Sichtweise von Zahnmedizinern und Versicherern

Eine der wichtigsten Fragen für die Auswahl der optimal passenden Zahnzusatzversicherung lautet: „fehlen Ihnen Zähne und falls ja – wie viele?“

Aus Sicht der Versicherer sind fehlende Zähne solche, die noch nicht durch Brückenglieder, Implantate oder Prothesen ersetzt sind.  Weisheitszähne sind dabei nicht zu berücksichtigen. Und falls eine Lücke durch das Zusammenrücken der benachbarten Zähne geschlossen wurde, muss dies auch nicht als „fehlender Zahn“ angegeben werden. In den Antragsformularen steht immer in Klammern: nicht anzugeben sind Weisheitszähne, Milchzähne und Lückenschluss.

In unserem Alltag erleben wir oft, dass Praxen und Patienten von fehlenden Zähnen sprechen – auch wenn diese schon durch Brückenglieder, Implantate oder Teilprothesen ersetzt sind. Geht ein Patient mit der Botschaft, „mir fehlen 5 Zähne“ ins Internet, um eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, scheitert er. Überall bekommt er den freundlichen Hinweis: wir können Ihnen leider kein Angebot unterbreiten. Oder er bekommt nur Tarife mit „Verdopplung Festzuschuss“ angezeigt – z.B. bei den Krankenkassen.

Achtung: bei einigen Versicherern spielen nicht-angelegte Zähne und persistierende Milchzähne eine Rolle. Allerdings wird das auf den Webseiten nicht hervorgehoben – es steht nur im Kleingedruckten.

barometer-online.info