Richtige Mundpflegeprodukte steigern die Patientencompliance

Ann-Christin Stark; Parostatus(R)
Ann-Christin Stark

Nach einer Parodontitisbehandlung folgt die Erhaltungstherapie, zu der eine regelmäßige Nachsorge im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung gehört. Eine große Rolle spielen dabei die Instruktion und Motivation des Patienten sowie die Auswahl der Hilfsmittel. Hierbei kommt es darauf an, die richtigen Produkte für die tägliche häusliche Mundpflege zu finden.

Bei der Auswahl der passenden Hilfsmittel sind Faktoren wie die Zahnstellung, Zahnersatz, die Größe der Zahnzwischenräume und die anatomischen Gegebenheiten zu beachten. Außerdem sind für den Patienten die Umsetzung und das Handling von großer Bedeutung. Nur wenn er die Produkte sicher anwenden kann, wird er sie auch bei der täglichen Pflege zuhause nutzen. Gleiches gilt für die Auswahl der empfohlen Zahnpasta, Mundspülung und therapeutischen Mittel zur Unterstützung der Mundflora.

Im folgenden Beispiel handelt es sich um einen Patientenfall aus unserer Praxis. Bei der 49-jährigen Patientin diagnostizierten wir 2014 eine generalisierte chronische Parodontitis (Abb. 1). Nach abgeschlossener Initalphase und erfolgter Parodontitistherapie, kam die Patientin in unseren Recall (unterstützende Parodontitistherapie, UPT). Die Anamnese war zum gegebenen Zeitpunkt unauffällig. Momentan befindet sich die Patientin im Klimakterium. Dies kann sich unter Umständen auch auf die allgemeine Mundflora auswirken. Dies ist bei der regelmäßigen Nachsorge (UPT) zu beachten.

Aufgrund des anatomischen Engstands im Unterkiefer und der erschwerten häuslichen Pflege wurde das Intervall des Recalls auf drei Monate festgelegt. Durch die regelmäßigen Abstände kann ein Rezidiv zeitnah festgestellt und eine Intervention durchgeführt werden.

Ablauf und Inhalt einer UPT-Sitzung

Zu Beginn erfolgte eine Abfrage und Überprüfung der Anamnese. Anschließend führte ich eine extra- und intraorale Inspektion durch und vermerkte eventuelle Veränderungen. Nach der Befunderhebung wurde mittels Blutungs- und Plaqueindex der Mundhygienestatus aufgenommen. In unserer Praxis haben wir uns für den Sulkus-Blutungsindex (SBI) und den Plaque Control Record Index (PCR) entschieden.

Indem ich die Zähne anfärbe, kann ich die häusliche Mundpflege überprüfen und dem Patienten seine eventuellen Putzdefizite bildlich aufzeigen (Abb. 2). Diese regelmäßige Kontrolle ist für den Erfolg und Erhalt der klinischen Situation wichtig, denn nur durch eine erfolgreiche Belagsentfernung kann dieser erhalten werden. Ein- bis zweimal jährlich kann darüber hinaus eine Überprüfung der Sondierungstiefen zur Verlaufskontrolle erfolgen.

Bei der Instruktion für die geeigneten Hilfsmittel findet in unserer Praxis die Tell-Show-Do-Methode Anwendung. Dabei wird der Umgang des Hilfsmittels von uns gezeigt und anschließend mit dem Patienten gemeinsam geübt. Da im vorliegenden Fall sowohl große als auch kleine Interdentalräume vorhanden sind, habe ich der Patientin die Interdentalbürstchen GUM Trav-ler in rot (für die größeren Zahnzwischenräume) und die GUM Soft-Picks Advanced (für die kleineren Zahnzwischenräume) empfohlen.

Die tägliche Zahnpflege wird durch die Patientin mithilfe einer elektrischen Zahnbürste durchgeführt. Hier haben wir ihr Putzverhalten ausgewertet und die Defizite besprochen. Ich instruierte sie erneut und gab ihr dabei Tipps, wie sie ihre Putztechnik verbessern kann. Für eine weitere Unterstützung der täglichen Zahnpflege empfahl ich die Zahnpasta und unterstützend die Mundspülung ActiVital, die sie eine Woche lang täglich verwenden sollte. Danach sollte sie das Intervall auf zweimal pro Woche reduzieren.

Zur Unterstützung habe ich zusätzlich für einen Monat eine Kur mit Periobalance empfohlen, um die mikrobielle Mundflora zu verbessern. Die Patientin berichtete im Vorfeld, in letzter Zeit hin und wieder Probleme mit leichter Mundtrockenheit zu haben. Dies kann zum Beispiel ein Begleitsymptom der Menopause sein. Durch die Mundtrockenheit kann eine vermehrte Plaqueakkumulation begünstigt werden, wodurch der bakterielle Biofilm zu einer erneuten Infektion und zu parodontalen Destruktion führen kann.

Behandlung/Therapie

Zunächst wurde eine maschinelle Grobdepuration mit dem Schallinstrument durchgeführt und danach eine Feindepuration mit Scaler und Gracey-Küretten. Nach Entfernung der harten und weichen Beläge erfolgte eine Politur aller Zahnflächen. Vor dem Fluoridieren wurden die Zwischenräume mit Zahnseide und Interdentalbrüstchen (GUM Trav-ler) gereinigt und anschließend eine Zungenreinigung mit CHX-Gel vorgenommen. Zum Schluss wurden die Zähne mit einem Gel fluoridiert.

Nach der professionellen Zahnreinigung wurden die weiteren Intervalle besprochen. Da eine Kur mit GUM Perioblance angedacht war, sollte sich die Patientin bereits nach einem Monat erneut in unserer Praxis vorstellen. Der nächste anstehende Recall sollte dann nach drei Monaten bis zur nächsten UPT erfolgen.

Kontrolle nach einem Monat Periobalance-Kur

Die Patientin hat wie besprochen zweimal täglich eine Tablette morgens und abends nach dem Zähneputzen gelutscht. Den Geschmack bewertete sie positiv und auch die Anwendung eignete sich gut im Alltag. Sie berichtete danach über ein besseres Empfinden sowie ein gutes Gefühl im Mund. Auch die Mundtrockenheit sei deutlich besser geworden. Die klinische Situation zeigte eine Besserung der vorher geröteten Papillen im Unterkiefer (Abb. 3).

Der Recall

Nach drei Monaten erfolgte der reguläre Recall (UPT). Zu Beginn der Sitzung fragte ich wieder die Anamnese ab und nahm eine extra- und intraorale Untersuchung vor. Für die Verlaufskontrolle erhob ich anschließend erneut die Indizes SBI und PCR. Nach dem Anfärben motivierte und instruierte ich die Patienten erneut. Defizite bei der Putztechnik, die dann noch vorhanden sind, werden gemeinsam besprochen und deren Umsetzung geübt und demonstriert. Im Vergleich zur letzten UPT hat die Patientin die Umsetzung der Putztechnik, besonders im Bereich der Un- terkiefer-Frontzähne gut umsetzen können Abb. 6). Auch die Zwischenräume wurden deutlich besser gereinigt. Der Zustand der Ginigva hat sich positiv verändert, die Rötung der Papillen war rückläufig und auch beim Blutungsindex konnte ich eine Besserung feststellen (Abb. 7). Nach der professionellen Zahnreinigung wurde das Intervall auf drei Monaten bis zur nächste UPT festgehalten.

Erfahrung der Patientin

Die Patientin war nach der Testphase sehr begeistert von den GUM Soft-Picks Advanced. Die einfache Anwendung und das Handling haben überzeugt. Durch die konisch zulaufende Spitze können sie für alle Zwischenräume verwendet werden. Dadurch war nur ein Hilfsmittel neben der Zahnseide notwendig. Geschmacklich konnte die GUM ActiVital Zahnpasta überzeugen, da diese nicht zu scharf und auch vom Putzgefühl sehr angenehm war. Mit der Mundspülung hat die Patientin nach der UPT täglich gespült. Eine Anwendung fand seither nur zwei- bis drei- mal pro Woche statt. Am wichtigsten war die Compliance der Patientin, da ohne eine entsprechende Mitarbeit auch das beste Hilfsmittel kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen kann.

Fazit

Die Produkte von Sunstar GUM konnten mich überzeugen und haben durchweg einen positiven Eindruck hinterlassen und werden in Zukunft Anwendung in meinem Praxisalltag finden. Die Aus- wahl der GUM Tra-vler ist groß und vielfältig. Daher findet sich für jeden Patienten bedürfnisgerecht das passende Produkt. Angenehm in der Anwendung waren die GUM Soft-Picks, da die Bürstchen komplett aus Gummi hergestellt sind, daher liegt ein klarer Vorteil in der verringerten Verletzungsgefahr der Gingiva.

Auch die GUM ActiVital Zahnpasta und Mundspülung werden weiterhin Anwendungfinden,dadiesenichtspeziellaufeine Patientengruppe ausgerichtetsind. Weiterhin positiv zu bewerten ist, dass kein Sulfat (SLS) und keine Parabene enthalten und somit auch für Patienten mit empfindlicher Mundschleimhaut geeignet sind. Zusammenfassend kann ich die Sunstar GUM-Produkte empfehlen, da diese zur Unterstützung und Erhaltungstherapie der Mundgesundheit beitragen können.

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