Primescan setzt neue Standards in der digitalen Abformung: Mehr Genauigkeit und Flexibilität

Dentsply Sirona
Dr. Alexander Völcker, Group Vice President CAD/CAM und Orthodontics, Dentsply Sirona

Mehr als 30 Jahre ist es her, dass Dentsply Sirona CEREC in den Markt eingeführt hat. Kerntechnologie des bis heute weltweit erfolgreichen CAD/CAM-Systems ist die digitale Abformung mittels lntraoralscanner . Ein neues Kapitel in der Geschichte der digitalen Abformung schlägt Dentsply Sirona jetzt mit Primescan auf . Der High-End-Scanner erfasst ganze Kiefer in nur einer Minute und ermöglicht Scans in einer bisher nicht gekannten Genauigkeit. 1

Als sich CEREC in den 1980er-Jahren zum Ziel setzte, die Zahn­ medizin zu revolutionieren, mussten die Erfinder und Entwickler zunächst Überzeugungsarbeit leisten. Viele trauten der digitalen Technologie anfangs nicht zu, dass man damit in gleichwertiger Qualität intraoral abformen kann wie das konventionelle Verfah­ ren mit Löffel und Abformmasse. Trotz der Skepsis im Markt hielt Dentsply Sirona an der digitalen Abformung fest und machte lntraoralscanner durch Weiterentwicklungen auf der Hard- und Software-Seite mit den Jahren immer populärer.

Heute ist Dentsply Sirona seit mehr als 30 Jahren mit CEREC erfolgreich: Rund 35.000 CEREC-Einheiten sind weltweit instal­ liert, alle vier Sekunden findet eine digitale Abformung mit einem lntraoralscanner aus dem Hause Dentsply Sirona statt. Das sind Zahlen, die eindrucksvoll belegen, welchen Stellenwert und wel­ che hohe Akzeptanz digitale Zahnheilkunde heute hat.

Mit Primescan definiert Dentsply Sirona die Qualität der digi­ talen Abformung neu. Der High-End-lntraoralscanner ist  mit einer neuen, zum Patent angemeldeten Aufnahmetechnologie ausgestattet und liefert Scans, die durch eine hohe Genauigkeit überzeugen – das geht aus einer aktuellen Studie der Universität Zürich rund um das Team von Prof. Albert Mehl hervor. [1]

Doch Primescan ist nicht nur technologisch ein neuer Meilenstein. Auch in Sachen Handling, Komfort und Hygienefähigkeit überzeugt Primescan: Zahnärzte bestätigten in ersten Anwendungen die intuitive Bedienbarkeit und hoben außerdem das angenehme Behandlungserlebnis hervor, das Patienten sehr zu schätzen wüssten.

Scans bis 20 Millimeter Tiefe

Mit Primescan wurde das optische Aufnahmesystem entscheidend weiterentwickelt: Mit hochauflösenden Sensoren und einem kurzwelligen Licht erfolgt ein Scan der Zahnoberflächen. Bis zu einer Million 3D-Bildpunkte pro Sekunde werden dabei erfasst. Diese lassen sich mit der optischen Hochfrequenzkontrastanalyse genauer als je zuvor berechnen.

Mit Primescan ist es zudem möglich, bis zu 20 Millimeter tiefe Bereiche zu scannen. So wird eine digitale Abformung auch bei subgingivalen oder besonders tiefen Präparationen möglich. Aufgenommen werden nahezu alle Zahnoberflächen, auch beim Scan aus sehr spitzem Winkel. Primescan erfasst die dentalen Oberflächen unmittelbar in der benötigten Auflösung, bietet eine hohe Schärfe auch in der Tiefe und sorgt somit für eine deutlich erhöhte Detailgenauigkeit des 3D-Modells.

Die präzise Aufnahmetechnologie macht Primescan universell einsetzbar, da sie nicht nur natürliche und präparierte Zahnoberflächen hochpräzise aufnimmt, sondern auch im Dentalbereich verwendete Werkstoffe mit größter Genauigkeit erfasst. Implantologen schätzen besonders die einfache Abformung von zahnlosen oder mit Implantaten versorgten Kiefern – und Kieferorthopäden heben das detailgenaue Scanergebnis von Weichgewebe hervor. Primescan punktet auch, wenn es um die hygienische Sicherheit geht: Die häufig aufwendig zu reinigenden, hygienisch-kritischen Bereiche können dank seiner gleichmäßigen und spaltfreien Oberflächen sicher, schnell und einfach aufbereitet werden.

Unabhängige digitale Workflows, mehr Flexibilität

Die Intention bei der Entwicklung von Primescan war aber nicht nur, die Scantechnologie zu perfektionieren. Damit möglichst viele Praxen von den Fortschritten in der digitalen Zahnheilkunde profitieren, wurde das System flexibler gestaltet und eröffnet nun verschiedene, digitale Workflows. Primescan ist damit mehr als ein Intraoralscanner. Er ermöglicht den Zugang zu vielen digitalen Arbeitsabläufen, die alle leicht und sicher umsetzbar sind.

Das bedeutet konkret, dass der Anwender nach dem intraoralen Scan entscheiden kann, wie er weiter verfahren möchte. Hier hat er maximale Flexibilität: Er kann die Daten beispielsweise an ein Labor seiner Wahl – unabhängig von der genutzten Labor-Software – schicken. Dafür steht ihm das Connect Case Center (vormals Sirona Connect Portal) zur Verfügung. Über die Connect Case Center-Inbox läuft die Kommunikation mit dem Zahntechniker einfach und direkt ab. Eine weitere Möglichkeit ist der Export der Scandaten in eine Software für Behandlungsplanungen. Dazu gehört auch SureSmile für die Fertigung von kieferorthopädischen Therapieschienen (Aligners). Und schließlich kann der Zahnarzt auch weiterhin eine Restauration mit CEREC designen und sie in der Praxis in nur einer Sitzung herstellen.

Das Besondere an der Arbeit mit Primescan: Der Workflow über das Case Connect Center-Portal ist validiert, der Anwender muss sich also keine Gedanken über Kompatibilitäten oder sichere Datenübertragungen machen. Er kann sich voll und ganz auf seine Tätigkeit konzentrieren und – quasi nebenbei – seine Praxis in Sachen Digitalisierung auf ein neues Niveau heben.

Als Pionier der digitalen Zahnheilkunde ist es uns bewusst, dass die Digitalisierung in vielen Praxen ein großes Thema ist. Durch die vielen Einsatzmöglichkeiten, die Einfachheit der Handhabung und die Möglichkeit, den Workflow individuell zu gestalten, hat Primescan das Potenzial, den digitalen Wandel in den Praxen weiter voranzutreiben. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist auch, dass die Arbeit mit Primescan leicht von der Hand geht und einfach Spaß macht.

Patientenwünsche erfüllen, die Zahnheilkunde weiter verbessern

Ein positives Behandlungserlebnis soll natürlich auch der Patient haben – das wünscht sich jeder Zahnarzt. Digitale Technologien und allem voran Primescan weisen einen Zahnarzt als einen modernen Behandler aus, der seine Patienten im Blick hat und technisch mit der Zeit geht. Schließlich geht es in jeder Praxis auch darum, die Behandlung für den Patienten so angenehm wie möglich zu machen. Das wird gewährleistet, wenn der Patient schon am Anfang der Behandlung weiß, wie das Ergebnis aussieht. Und wenn er miterleben kann, wie dieses Ergebnis Schritt für Schritt sicher erreicht wird – und das in kürzester Zeit und in möglichst wenig Sitzungen.

Nach mehr als 30 Jahren CEREC ist heute klar, dass die digitale Abformung der konventionellen in nichts nachsteht und klinisch sehr gute Ergebnisse liefert – das belegen zahlreiche Studien. Für den Zahnarzt war es deshalb nie einfacher, sich für die digitale Abformung zu entscheiden. Und Primescan setzt den Startpunkt für weitere spannende digitale Prozesse, ohne Praxen in ihren künftigen Entscheidungen einzuschränken. Auf welche Weise auch immer digitale Technologien in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden: Sie dienen immer dazu, die Zahnheilkunde noch besser zu machen.

[1] Mehl A, et al. Accuracy of complete- and partial-arch impressions of actual intraoral scanning systems in-vitro. Int J Comput Dent. Publishing date: March 2019.

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