„Ich gebe meinen Teilnehmern Strategien zur Stressbewältigung an die Hand”

Interview mit ZMP & Dipl. Psychiologin Nadja Matysiak
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Fortbildung: Work-Life-Balance – kraftvoll und gelassen im Praxisalltag - Termine 2019

"Ich gebe den Teilnehmern und Teilnehmerinnen Strategien zur Stressbewältigung an die Hand, mit denen sie hektische Situationen besser meistern können. Was dieser Kurs allerdings nicht bieten kann, ist eine Art „Gesprächstherapie“. Denn im Wesentlichen geht es um Inhaltsvermittlung angereichert mit verschiedenen praktischen Übungen."

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– Interview –

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Im Herbst letzten Jahres haben Sie in Berlin und Dresden die ersten beiden Seminare Ihres Barometer wissen-Kurses „Work-Life- Balance – kraftvoll und gelassen im Praxisalltag“ gehalten. Geben Sie uns doch ein paar Einblicke!

Nadja Matysiak
Ich habe mich sehr über diese tolle Chance, das gute Miteinander und die Resonanz in den Workshops gefreut. Im Austausch mit den interessierten Teilnehmern, die sich aus Teammitgliedern und Zahnärzten und Zahnärztinnen zusammensetzten, wurde deutlich, dass die Arbeit am und mit dem Patienten für viele erfüllend ist und einen wesentlichen Kraftspender im Praxisalltag darstellt. Das ist die eine Seite. Doch genauso deutlich wurde, dass der allgemein empfundene Stress in den Praxen zugenommen hat: Beklagt wurde vor allem der höhere Verwaltungsaufwand durch die neue Datenschutzgrundverordnung oder der Zeitdruck, wenn sich ein harmloser Füllungsaustausch als aufwändige Wurzelkanalbehandlung entpuppt. Genauso sprachen die Teilnehmer auch das kollegiale Miteinander an, das im Alltag nicht immer von Harmonie und Wohlwollen geprägt ist.

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Welche konkreten Sachverhalte haben Sie im Kurs erörtert?

Nadja Matysiak
Wir sind zum Beispiel der Frage nachgegangen, wie wir es schaffen können, gut für uns selber zu sorgen, um in unserer inneren Mitte zu bleiben. Was können wir kurz- und auch längerfristig als Energiequelle nutzen und wie können wir aus dem negativen Gedankenkarussell aussteigen und uns stattdessen in eine gute Stimmung bringen. Aber auch die Frage, was wir im Stressmoment direkt beeinflussen können und was nicht, war Teil des Seminars. Wie und wann können wir lenkend eingreifen ohne persönlich anzugreifen, wenn der Patient oder die Kollegin zum Beispiels permanent zu spät kommen – das alles waren Themen, die wir angesprochen haben.

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In diesem Jahr bieten Sie Ihren Kurs in Hamburg am 21.09., Köln am 26.10. und München am 16.11.2019 an. Welchen Nutzen haben die Teilnehmer, wenn sie einen der Work- Life-Balance-Seminare buchen?

Nadja Matysiak
Besonders stark profitieren diejenigen, die Lust und Spaß an erfrischenden Impulsen haben, Dinge mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten möchten, die einfache und leicht umsetzbare Tipps gleich ausprobieren wollen. Aber auch Teilnehmer, die den informativen Input suchen und diesen in Ruhe für sich im Alltag dauerhaft integrieren möchte, kommen auf ihre Kosten. Ich gebe ihnen Strategien der Stressbewältigung an die Hand, mit denen sie hektische Situationen besser meistern können. Was dieser Kurs allerdings nicht bieten kann, ist eine Art „Gesprächstherapie“. Denn im Wesentlichen geht es um In- haltsvermittlung angereichert mit verschiedenen praktischen Übungen.

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Können Sie unseren Lesern schon jetzt ein bis zwei Tipps zur Verfügung stellen?

Nadja Matysiak
Gerne. Im Alltagsstress übersehen wir häufig die kleinen Chancen, die uns guttun und Energie geben. Mini-Pausen von nur 10 Sekunden fünf- bis sechsmal täglich bewirken bereits, dass wir etwas herunterfahren und Stresshormone abbauen. Wunderbar eignen sich dafür Routine-Aufgaben im Praxisalltag: Während des Aushärtens einer Füllung können wir bewusst auf unseren Atem achten und tief in den Bauch hineinatmen. Eine Tätigkeit wie das Schreddern von Papier beispielsweise können wir ganz achtsam durchführen, ohne in Gedanken bereits zur nächsten Aufgabe zu hetzen. In der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. Genauso kann das Zeitfenster während der Zahnpolitur genutzt werden, um den eigenen Körper in Gedanken „durch zu scannen“. Häufig stellt man dann fest, dass der Nacken und die Schultern viel zu stark angespannt sind. Also ein klein wenig lockern und lösen – soweit die Behandlung es eben zulässt.

„Der Motivationstrainer Anthony Robbins sagte außerdem einmal, dass die guten Fragen, die wir uns selber stellen, über unsere Lebensqualität entscheiden.“
Die Fragen, die wir uns im Zusammenhang mit Stressbewältigung und Work-Life-Balance stellen, können lauten:

  • Wer hat etwas davon, wenn ich gut für mich selber sorge?
  • Wer profitiert davon, wenn ich kraftvoll und gelassen durch meinen Alltag gehe?
  • Wofür bin ich mir und dem Leben jetzt schon dankbar?

Im Rahmen der Kursvorbereitung habe ich einige Dateien erstellt, die auf meiner Seite www.schrittewagen.de/download  heruntergeladen werden können. Hier können sich Interessierte entsprechend des Alphabetes notieren, wofür sie dankbar sind. Eine gute Gelegenheit, den Fokus auf die positiven Seiten des Lebens zu lenken.

Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Freude bei Ihren Seminaren.

 

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Gemäß den Richtlinien für Fortbildungsveranstaltungen der BZÄK und der DGZMK, vergeben wir für die Teilnahme an dieser Fortbildungsveranstaltung 10 Fortbildungspunkte mit einem personalisierten Zertifikat.

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