Behandlungseinheiten für Nepal

Zahnarzt-Helden GmbH
Zahnarzt-Helden GmbH

Zahnarzt-Helden unterstützten Dhulikhel Hospital
mit der Spende alter Zahnarztstühle

An einer flächendeckenden medizinischen Versorgung fehlt es Nepal nicht erst seit dem verheerenden Erdbeben vor drei Jahren. Bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten hat Dr. Ram Shrestha, Sohn eines nepalesischen Bauern, den notwendigen Bedarf des Ausbaus moderner medizinischer Versorgungsleistungen erkannt und gründete im Jahr 1996 das Dhulikhel Hospital auf den Äckern seines Vaters.

Heute ist das etwa 30 km von der Hauptstadt Kathmandu entfernte Krankenhaus die am schnellsten wachsende medizinische Einrichtung des Landes, offizielles Lehrkrankenhaus der Kathmandu University, und versorgt als unabhängige Non-Profit-Organisation mehr als 1,8 Millionen Nepalesen. Das Hospital betreibt darüber hinaus sogenannte Outreach Center in entlegenen Regionen, welche isolierte Bevölkerungsgruppen von Nepal medizinisch versorgen können. Für das Bielefelder Startup-Unternehmen Zahnarzt-Helden sind das Gründe genug, um diese bedeutende Entwicklung auch aus Deutschland zu unterstützen.

Es ist 8 Uhr morgens, wenn Dr. Ram Shrestha die tägliche Konferenz mit den im Dhulikhel Hospital praktizierenden Medizinern beginnt. Etwa 100 Personen nehmen in dem dafür vorgesehenen Raum Platz. Es herrscht Stille. Reihum spricht Shrestha mit leiser Stimme die Leiter der Fachabteilungen per Vornamen an und erkundigt sich nach aktuellen Herausforderungen und Problemen, einzelnen Behandlungsschritten komplizierter Patientenfälle. Gastärzte anderer Länder stellen sich vor. Wiederkehrer berichten von ihren Erfahrungen im Ausland. Der internationale Austausch besitzt einen hohen Stellenwert in diesem Krankenhaus. Es wird schnell deutlich, dass Dr. Ram Shrestha mit der Gründung des Dhulikhel Hospitals nicht nur einen strukturellen Meilenstein in der medizinischen Versorgung Nepals gesetzt hat, sondern auch innerhalb der Institution für eine ganz besondere Atmosphäre sorgt.

Dabei waren die vergangenen Jahre in Nepal nicht leicht. Ein Erdbeben der Stärke 7,9 hat im Jahr 2015 die Himalaya-Region schwer erschüttert. Die ohnehin schwache Infrastruktur wurde zu großen Teilen zerstört. Das vom Bürgerkrieg gezeichnete Land wird sich von den wirtschaftlichen Einbußen, worunter auch die medizinische Grundversorgung leidet, nur langfristig erholen. Letztlich lebt in Nepal eine der ärmsten Bevölkerungen der Welt, wenn auch Postkartenmotive eine andere Seite des südasiatischen Binnenstaates abbilden: Beeindruckende Tempelbauten und pittoreske Landschaften, umgeben von acht der vierzehn höchsten Berge der Erde – ein Kontrast, der größer kaum sein könnte. Ein Gegensatz, der nach Unterstützung schreit.

Von Bielefeld nach Nepal

„Ich durfte hier eine gegenseitige Motivation und einen Ehrgeiz kennenlernen, der mir bislang in Deutschland fremd war.“

Jannik Löhnert, Bielefelder Zahnarzt und Mitarbeiter der Zahnarzt-Helden, absolvierte vergangenes Jahr seine sechswöchige Famulatur in der Zahnklinik des Dhulikhel Hospitals und legte mit seinem Aufenthalt den Grundstein für dieses Unterstützungsprojekt. Bei seinem Besuch in einem der teilweise nur über Tageswanderungen erreichbaren Outreach Center wurde ihm deutlich, dass dort noch immer ein enormer Bedarf an zahnmedizinischen Materialien und Geräten besteht. Als Non-Profit-Organisation ist das Dhulikhel Hospital schließlich auf Freiwilligeneinsätze internationaler Ärzte sowie stetige Sachspenden angewiesen. “Es muss eine Möglichkeit geben, wie wir auch mit Zahnarzt-Helden Hilfe leisten können”, denkt sich Jannik Löhnert. Und die gibt es!

Das Startup Zahnarzt-Helden ist ein Vermittler für dentale Großgeräte wie Behandlungseinheiten, Röntgengeräte, Autoklaven etc. Täglich beschäftigen sich die jungen Unternehmer mit der Angebotserstellung und Koordination des Kaufprozesses. Anschließende Lieferungs- und Montageleistungen werden ebenso übernommen wie ein langfristiger Service, bei dem Zahnarzt-Helden deutschlandweit auf ein breites Netzwerk an zertifizierten Technikern von Herstellern und Depots zurückgreifen.

In eben dieser Dienstleistung findet die Nepal-Idee ihren Ursprung. Denn wo ein neues Gerät benötigt wird, muss in der Regel auch ein altes entsorgt werden. Warum also nicht mit gebrauchten Behandlungseinheiten noch etwas Gutes tun?

Jetzt sind Sie dran, liebe Zahnärzte!

„Im Idealfall möchten wir bereits im Oktober den ersten Container mit Behandlungseinheiten nach Nepal schicken“, berichtet Carsten Janetzky, Gründer und Geschäftsführer von Zahnarzt-Helden. Angewiesen sind die Zahnarzt-Helden dabei auf engagierte Zahnärzte, welche sich dazu bereit erklären, ihre alten Behandlungseinheiten für einen guten Zweck zu spenden.

Wenn auch Sie Teil dieses Projektes werden möchten und ein Altgerät aus Ihrer Praxis loswerden wollen, dann wenden Sie sich umgehend an das Team der Zahnarzt-Helden unter nepal@zahnarzt-helden.de. Wer weiß, vielleicht verhelfen Sie mit Ihrer gebrauchten M1 noch einem nepalesischem Jungen zu schmerzfreien Zähnen.

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